Stürzt aus großer Höhe
Präventions-, Schutz- und Sicherheitssysteme
Stürze aus der Höhe sind weltweit nach wie vor eine der Hauptursachen für tödliche Unfälle und schwere Verletzungen am Arbeitsplatz.
Bauarbeiter, Dachdecker, Wartungstechniker, Solarinstallateure, Industriearbeiter und Profis für den seilunterstützten Zugang Führen Sie Aufgaben häufig in Höhenlagen aus, bei denen ein einziger Fehler schwerwiegende Folgen haben kann.
Die meisten Stürze sind vermeidbar. Richtige Planung, Gefahrenerkennung, Absturzsicherungssystemeund die Schulung der Arbeitnehmer kann das Risiko erheblich reduzieren.
In diesem Leitfaden wird erläutert, wie es zu Stürzen kommt, welche Gefahren damit verbunden sind und welche Schutzmaßnahmen dazu beitragen, dass Arbeitnehmer sicher bleiben.

Was ist ein Sturz aus großer Höhe?
Ein Absturz liegt vor, wenn ein Arbeiter von einer Ebene auf eine andere fällt.
Beispiele hierfür sind:
- Dachkanten;
- Leitern;
- Gerüste;
- erhöhte Plattformen;
- Stahlkonstruktionen;
- Laderampen;
- Wartungsplattformen;
- Industrieausrüstung.
Selbst relativ kurze Stürze können zu schweren Verletzungen führen.
Der Schweregrad hängt ab von:
- Fallstrecke;
- Landefläche;
- aufgetretene Hindernisse;
- Körperhaltung;
- Schutzausrüstung.
Warum Stürze weiterhin eine große Gefahr darstellen
Arbeiten in der Höhe vereinen mehrere Risikofaktoren:
- Höhe;
- instabiler Stand;
- Witterungseinflüsse;
- eingeschränkte Mobilität;
- schweres Gerät;
- eingeschränkte Arbeitsbereiche.
Ein kleiner Gleichgewichtsverlust kann schnell zu einem schweren Unfall werden.
Mögliche Folgen sind:
- Brüche;
- Wirbelsäulenverletzungen;
- traumatische Hirnverletzungen;
- innere Verletzungen;
- dauerhafte Behinderung;
- Todesfälle.
Identifizierung der Sturzgefahr
Der erste Schritt zur Sturzprävention besteht darin, Gefahren zu erkennen, bevor mit der Arbeit begonnen wird.
Zu den häufigsten Sturzgefahren gehören:
- ungeschützte Dachkanten;
- Oberlichter und Dachöffnungen;
- zerbrechliche Dachmaterialien;
- steile Hänge;
- Leitern;
- temporäre Plattformen;
- rutschige Oberflächen;
- schlechte Beleuchtung.
Jede Arbeit sollte mit einer Gefährdungsbeurteilung beginnen.
Zu den zu stellenden Fragen gehören:
- Wie hoch ist der Arbeitsbereich?
- Wo bestehen Absturzgefahren?
- Welche Schutzsysteme gibt es?
- Wie erhalten die Arbeiter Zugang zum Bereich?
- Welche Notfallverfahren gibt es?
Dachkanten und Öffnungen
Viele Sturzunfälle ereignen sich in der Nähe von Dachrändern.
Arbeitnehmer können das Gleichgewicht verlieren, wenn:
- Transportmaterialien;
- sich umdrehen;
- einen Schritt zurück machen;
- Konzentration auf die Ausrüstung.
Auch Dachöffnungen bergen große Gefahren.
Beispiele hierfür sind:
- Oberlichter;
- Belüftungsöffnungen;
- Zugangsluken;
- unvollendete Dachdurchdringungen.
Diese Öffnungen sollten deutlich gekennzeichnet, abgedeckt oder geschützt sein.
Leitersicherheit
Leitern sind nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Stürze am Arbeitsplatz.
Zu den unsicheren Praktiken gehören:
- Platzieren von Leitern auf instabilen Oberflächen;
- übertrieben;
- Tragen schwerer Lasten beim Klettern;
- Verwendung beschädigter Leitern;
- falsche Leiterwinkel.
Zu den guten Leiterpraktiken gehören:
- Inspektion von Leitern vor dem Gebrauch;
- Aufrechterhaltung von drei Kontaktpunkten;
- Sicherung der Leiter;
- Gegebenenfalls Leitern über die Landefläche ausfahren.
Leitern sollten niemals als Absturzsicherungssysteme betrachtet werden.
Es handelt sich um Zugangsgeräte.
Leitplanken und Sicherheitsnetze
Leitplanken bieten passiven Schutz.
Sie sind nicht auf das Verhalten der Arbeiter angewiesen und schützen alle in der Gegend.
Leitplanken werden häufig installiert:
- entlang der Dachkanten;
- auf Plattformen;
- um Öffnungen herum;
- in der Nähe erhöhter Gehwege.
Sicherheitsnetze können zusätzlichen Schutz bieten, wenn Leitplanken nicht praktikabel sind.
Da diese Systeme mehrere Arbeitnehmer gleichzeitig schützen, werden sie oft der persönlichen Schutzausrüstung vorgezogen.
Persönliche Absturzsicherungssysteme
Ein persönliches Absturzsicherungssystem dient dazu, einen Arbeiter während eines Sturzes vor dem Aufprall auf eine niedrigere Ebene zu stoppen.
Typische Komponenten sind:
- Ganzkörpergurt;
- Verbindungsband;
- Energieabsorber;
- Ankerpunkt.
Diese Systeme verhindern keine Stürze.
Sie reduzieren die Folgen eines Sturzes.
Eine ordnungsgemäße Inspektion, Wartung und Schulung sind unerlässlich.
Ankerpunkte
Ein Ankerpunkt ist die Struktur, die das Absturzsicherungssystem trägt.
Anker können sein:
- dauerhaft;
- vorübergehend;
- dachmontiert;
- Baustahlbefestigungen.
Eine falsche Ankerauswahl kann zum vollständigen Systemausfall führen.
Ankerstandorte sollten Folgendes minimieren:
- Freifallstrecke;
- Schwunggefahren;
- Hindernisse unter dem Arbeiter.
Anker sollten stets den geltenden Vorschriften und Herstelleranforderungen entsprechen.
Fallfreier Abstand
Absturzsicherungssysteme erfordern ausreichend Freiraum unter dem Arbeiter.
Der Gesamtfreiraum kann Folgendes umfassen:
- Freifallstrecke;
- Verzögerungsweg;
- Geschirrdehnung;
- Steckerverlängerung;
- Arbeitergröße;
- Sicherheitsmarge.
Ein unzureichender Freiraum kann dazu führen, dass ein Arbeiter auf den Boden trifft oder Strukturen absenkt, bevor das System den Absturz stoppt.
Vor Beginn der Arbeiten sollten Fallhöhenberechnungen durchgeführt werden.
Sturzgefahr bei Schaukeln
Ein Schwenksturz tritt auf, wenn der Arbeiter stürzt, während er horizontal vom Ankerpunkt entfernt positioniert ist.
Anstatt direkt nach unten zu fallen, schwingt der Arbeiter wie ein Pendel.
Schaukelstürze können Folgendes zur Folge haben:
- Auswirkungen auf Strukturen;
- zusätzliche Verletzungen;
- längere Rettungszeiten.
Wenn möglich, sollten sich die Arbeiter so nah wie möglich am Ankerpunkt direkt über ihnen aufhalten.
Hängetrauma
Nach einer Absturzsicherung kann ein Arbeiter im Auffanggurt hängen bleiben.
Eine längere Suspendierung kann die Blutzirkulation einschränken und zu einem Suspendierungstrauma führen.
Zu den Symptomen können gehören:
- Schwindel;
- Bewusstlosigkeit;
- Atembeschwerden;
- Kreislaufprobleme.
Eine schnelle Rettung ist unerlässlich.
Arbeiter sollten niemals davon ausgehen, dass die Gefahr durch das Überleben des anfänglichen Sturzes beseitigt ist.
Rettungspläne nach einem Sturz
Zu jedem Einsatz in der Höhe sollte ein Rettungsplan gehören.
Zu den zu berücksichtigenden Fragen gehören:
- Wer wird die Rettung durchführen?
- Welche Ausrüstung wird benötigt?
- Wie schnell kann Hilfe eintreffen?
- Wie werden suspendierte Arbeitnehmer erreicht?
Rettungsdienste allein können möglicherweise nicht schnell genug reagieren.
Vor Beginn der Arbeiten sollte eine Rettungsplanung erfolgen.
Die Arbeitnehmer sollten über Notfallmaßnahmen geschult werden.
Schulungs- und Sicherheitskultur
Die Ausrüstung allein kann die Sturzgefahr nicht beseitigen.
Zu den wirksamen Sicherheitsprogrammen gehören:
- Gefahrenerkennung;
- regelmäßige Inspektionen;
- Toolbox-Gespräche;
- Arbeitnehmerbeteiligung;
- Arbeitsvorbereitende Planung;
- Berichterstattung über Vorfälle.
In Unternehmen, die der Sicherheit Priorität einräumen, kommt es häufig zu weniger Unfällen und Verletzungen.
Internationale Vorschriften
Vereinigte Staaten
OSHA verlangt von Arbeitgebern, die Sturzgefahr einzuschätzen und bei Bau- und Wartungsarbeiten für angemessenen Schutz zu sorgen.
Europa
Europäische Vorschriften legen Wert auf die Risikobewertung und priorisieren kollektive Schutzmaßnahmen, wann immer dies möglich ist.
Kanada
Die Landesvorschriften schreiben im Allgemeinen einen Absturzschutz vor, wenn Arbeiter gefährlichen Höhen ausgesetzt sind.
Australien
Die australischen Vorschriften konzentrieren sich auf die Vermeidung von Sturzrisiken, bevor auf persönliche Schutzausrüstung zurückgegriffen wird.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Hauptursache für Stürze aus großer Höhe?
Ungeschützte Kanten, Gleichgewichtsverlust, unsachgemäße Zugangsausrüstung und unzureichender Absturzschutz zählen zu den Hauptursachen.
Verhindern Gurte Stürze?
Nein.
Auffanggurte fangen einen Sturz auf, nachdem er passiert ist.
Die Verhinderung des Absturzes bleibt die bevorzugte Strategie.
Warum ist Rettungsplanung wichtig?
Arbeitnehmer, die nach einem Sturz suspendiert werden, können innerhalb relativ kurzer Zeit ein Hängetrauma entwickeln.
Eine schnelle Rettung ist unerlässlich.
Gilt eine Leiter als Absturzsicherung?
Nein.
Leitern ermöglichen den Zugang, schützen Arbeiter jedoch nicht vor Stürzen.
Wichtige Erkenntnisse
- Stürze aus großer Höhe gehören nach wie vor zu den größten Gefahren am Arbeitsplatz.
- Die Gefahrenerkennung sollte vor Beginn der Arbeiten erfolgen.
- Dachkanten und Öffnungen erfordern besondere Aufmerksamkeit.
- Leitplanken und kollektiver Schutz sollten Vorrang haben.
- Absturzsicherungssysteme erfordern geeignete Anker und ausreichend Freiraum.
- Rettungsplanung ist unerlässlich.
- Es ist immer besser, Stürze zu verhindern, als sie aufzuhalten.
Referenzen
Weltgesundheitsorganisation:
https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/falls
NIOSH Construction Falls:
https://www.cdc.gov/niosh/construction/topics/falls.html
NIOSH-Sturzprävention:
https://www.cdc.gov/niosh/falls/
OSHA Absturzsicherung:
https://www.osha.gov/fall-protection
OSHA Konstruktionsstandards:
https://www.osha.gov/laws-regs/regulations/standardnumber/1926/1926SubpartM
Kanadisches Zentrum für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz:
https://www.ccohs.ca/oshanswers/prevention/fallprotection/
Sichere Arbeit Australien:
https://www.safeworkaustralia.gov.au/safety-topic/hazards/falls
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